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27.07.2010, 16:49 Uhr | Übersicht | Drucken
Gerhard Günther: Potenziale bestehender Flächen und etablierte Förderinstrumente stärker nutzen

Der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Gerhard Günther, sieht Bedarf bei der Schaffung neuer großer Gewerbeflächen in Thüringen, mahnt aber, zuerst die Potenziale bestehender Gewerbegebiete und etablierte Förderinstrumentarien zu nutzen.  Zudem müsse die im Koalitionsvertrag vereinbarte Reduzierung des Flächenverbrauchs und die Revitalisierung beachtet werden.

Gerhard Günther
 

„Eine Großflächeninitiative des Wirtschaftsministeriums soll neue Standorte für mögliche Investoren erschließen und bestehende Flächen weiterentwickeln. Dies unterstütze ich ausdrücklich. Aber angesichts der Finanzlage, der Notwendigkeit zur Konsolidierung sowie im Sinne einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung plädiere ich für eine sukzessive statt ausnahmslose Umsetzung der vorgesehenen Projekte  unter der Berücksichtigung verfügbarer Brachflächen und des Auslastungsgrades vorhandener Industriestandorte“, sagt Günther. Dies sei im Sinne eines effizienten und nachhaltigen Ressourcenverbrauchs und wirke der zunehmenden Versiegelung landwirtschaftlicher Nutzflächen entgegen. Der Wirtschaftspolitiker bezieht sich dabei auf die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag. Demnach soll der Verbrauch landwirtschaftlicher Nutzflächen für andere Zwecke verringert werden. Großflächige Baumaßnahmen sollen daher auf industriellen Brachflächen in Verbindung mit der Rekultivierung vorhandener Flächen durchgeführt werden.

Als ein großes Problem stellen sich aus Sicht von Gerhard Günther die noch fehlenden infrastrukturellen Anbindungen bereits erschlossener und gefragter Industriegebiete dar. Der CDU-Politiker zielt hierbei beispielsweise auf eine mögliche Erweiterung des Industriestandortes Schwarza im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt ab. In der Region werde händeringend um eine Autobahnanbindung gekämpft. Die hierfür benötigten Bundesmittel seien dringend zur Weiterentwicklung nötig. 

„Bei der weiteren Ansiedlung und besseren Auslastung der bisher weniger nachgefragten Standorte spielen attraktive Förderkonditionen, eine intensive Beratung der Investoren und auf den Bedarf der Unternehmen zugeschnittene Angebote eine herausragende Rolle. Ein solches erfolgreiches Instrument ist die ‚Mietfabrik’. Mit ihr ist es in den vergangenen Legislaturen gelungen, zahlreiche bedeutende Unternehmen in Thüringen anzusiedeln und einen wesentlichen Beitrag zur Stabilisierung der Unternehmens- und Beschäftigungsverhältnisse zu leisten“, so Günther. Künftig müsse die „Mietfabrik“ wieder stärkere Beachtung finden.

Heiko Senebald
Pressereferent



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