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08.02.2010, 16:58 Uhr | Übersicht | Drucken
CDU-Bildungspolitiker Volker Emde: „Thüringen ist in Sachen Bildungsgerechtigkeit Spitze“
Aktuelle Vergleichsstudie zu Bildungschancen von Facharbeiterkindern

„Thüringen ist in Sachen Bildungsgerechtigkeit Spitze.“ Das hat der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Volker Emde, zu einer Vergleichsuntersuchung erklärt, die heute der Deutsche Philologenverband vorgestellt hat. Danach liegt die Chance eines Facharbeiterkindes verglichen mit Kindern der sogenannten oberen Dienstklasse, bei gleicher Lesekompetenz ein Gymnasium zu besuchen, bei 1:2,2. Das ist der deutschlandweit beste Wert. Laut Emde „haben wir damit noch nicht die Bildungsgerechtigkeit erreicht, die wir anstreben, aber wir sind weit vorangekommen“.

Wie der bildungspolitische Sprecher ausführte, stützt sich der Philologenverband bei seinem Vergleich auf PISA-Daten der Jahre 2000 und 2006. In diesem Zeitraum hat sich das Verhältnis in Thüringen von 1:3 auf 1:2,2 verbessert. Wie in Thüringen haben sich die Bildungschancen für Facharbeiterkinder in sieben weiteren Ländern positiv entwickelt. In sechs Ländern haben sie sich verschlechtert, für Berlin und Hamburg liegen keine Daten vor.

Besonders zugenommen hat die Bildungsungerechtigkeit in Brandenburg, das mit einer auf sechs Jahre erweiterten Grundschule dem gerade entgegenwirken wollte. Der genannte Wert liegt für das Land heute bei 1:4,3. Wie Emde dazu sagte, „garantiert längeres gemeinsames Lernen keineswegs, dass der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg sich lockert. In Brandenburg scheint das Gegenteil der Fall zu sein. Es gibt offenbar Fallstricke, auf die wir bei der geplanten Thüringer Gemeinschaftsschule sorgfältig achten müssen.“

Surftipp: http://www.dphv.de; direkt zur Meldung: http://tinyurl.com/yl7rq8f


Dr. Karl-Eckhard Hahn
Pressesprecher
 



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